Verringert die Unterstützung durch künstliche Intelligenz bei der Arbeit die Zufriedenheit der Mitarbeiter?
Immer mehr Unternehmen integrieren generative KI-Tools wie ChatGPT, um Mitarbeiter bei ihren täglichen Aufgaben zu unterstützen. Während diese Technologien oft die Produktivität steigern, ist ihre psychologische Auswirkung auf die Beschäftigten weniger bekannt. Eine aktuelle Studie zeigt, dass die Nutzung von ChatGPT als berufliche Unterstützung die Arbeitszufriedenheit verringern kann. Mitarbeiter nehmen weniger Unterstützung durch ihre Organisation wahr und haben das Gefühl, weniger Möglichkeiten zu haben, ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Zudem kann der Einsatz dieser Tools ihr Unsicherheitsgefühl in Bezug auf die Zukunft ihres Arbeitsplatzes verstärken.
Die Studie vergleicht zwei Arten der Hilfe bei einer beruflichen Aufgabe: die von einem menschlichen Kollegen und die von ChatGPT. Die Ergebnisse zeigen, dass sich Mitarbeiter weniger unterstützt und wertgeschätzt fühlen, wenn sie Hilfe von künstlicher Intelligenz erhalten, statt von einem Menschen. Interaktionen mit Kollegen beinhalten soziale Elemente wie Tonfall, Augenkontakt oder Ermutigung, die bei der Kommunikation mit einer Maschine fehlen. Diese sozialen Signale spielen eine Schlüsselrolle für das Gefühl, geschätzt und sicher im Job zu sein.
Mitarbeiter, die von ChatGPT unterstützt werden, äußern auch größere Bedenken hinsichtlich der Stabilität ihrer Stelle. Diese Unsicherheit lässt sich teilweise durch die Fähigkeit der künstlichen Intelligenz erklären, Aufgaben zu erledigen, die früher den Menschen vorbehalten waren. Auch wenn diese Tools darauf ausgelegt sind, die Arbeit zu erleichtern, kann ihre Anwesenheit den Eindruck erwecken, dass sie menschliche Kompetenzen schrittweise ersetzen.
Die Hilfe durch einen Kollegen bleibt daher entscheidend, um ein hohes Maß an Arbeitszufriedenheit aufrechtzuerhalten. Menschliche Austausche schaffen ein Klima des Vertrauens und der Anerkennung, das die berufliche Entfaltung fördert. Unternehmen müssen daher sorgfältig darüber nachdenken, wie sie diese neuen Technologien integrieren, um das Wohlbefinden ihrer Teams nicht zu beeinträchtigen. Die Balance zwischen Innovation und Bewahrung menschlicher Beziehungen stellt eine zentrale Herausforderung für die Zukunft der Arbeit dar.
Origine des sources
Publication originale
DOI : https://doi.org/10.1007/s11846-026-01004-1
Titre : Would you rather work with ChatGPT or a human coworker? Exploring the impact of generative AI on job satisfaction
Revue : Review of Managerial Science
Éditeur : Springer Science and Business Media LLC
Auteurs : Dominik Zahs; Lynn Schmodde